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Anträge zur Förderung des Radverkehrs

Namens unserer Grünen Stadtratsfraktion beantragte Ingrid Jaschke:

1) sukzessive Einführung von Fahrradstraßen in Olching, vorzugsweise beginnend mit der Goethe-Straße sowie

2) Anschaffung mindestens eines Lastenrads das am Wochenende an Olchinger Bürgerinnen und Bürger ausgeliehen wird

Fahrradstraßen erhöhen die Verkehrssicherheit, sind komfortabel und bündeln den Radverkehr auf geeigneten Routen. In der Regel sind sie ohne kostenspielige Umbauten realisierbar. In Abstimmung mit dem Verkehrsreferenten des Stadtrats Hans Bieniek schlagen wir als besonders geeignete Route zur Einführung von Fahrradstraßen die Goethe-Straße vor.

Lastenräder können insbesondere bei innerörtlichen Transporten den städtischen Fuhrpark und somit auch den innerörtlichen Verkehr entlasten. Durch den Verleih am Wochenende können Interessierte das Lastenrad testen bzw. bei seltenem Transportbedarf auch ohne Anschaffung eines eigenen Lastenrads aufs Auto verzichten.

Die Anträge im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

namens unserer GRÜNEN-Fraktion stelle ich folgende Anträge:

  • 1) Die Stadt Olching führt sukzessive Fahrradstraßen ein – beginnend vorzugsweise mit der Goethe-Straße

Begründung:

Insbesondere auf kürzeren Wegstrecken (bis zu 5 km) ist das Fahrrad als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel unschlagbar. Die Nutzung des Rads nimmt mit einer komfortablen und sicheren Infrastruktur deutlich zu. Die Einrichtung von Fahrradstraßen ist eine geeignete Maßnahme, die Attraktivität des Fahrrads als Verkehrsmittel zu steigern und somit den Umstieg auf das Fahrrad zu erleichtern.

  • Fahrradstraßen:

– erleichtern das Fahrradfahren und sind komfortabel (mehr Raum für den Radverkehr)

– erhöhen die Verkehrssicherheit, da ein größerer Abstand zu parkenden Autos sowie das    Überholen langsamer RadlerInnen problemlos möglich ist; KfZ müssen sich dem Radverkehr anpassen/unterordnen

– bündeln den Radverkehr auf wichtigen Routen, lenken den Radverkehr auf geeigneten Routen

– sind geeignet, öffentlichkeitswirksam für die Vorteile des Fahrradfahrens zu werben – Eröffnung!

Als Fahrradstraßen eignen sich Straßen bzw. Straßenzüge, die durch Kraftfahrzeuge eher gering belastet sind und auf denen bereits verstärkter Radverkehr stattfindet oder künftig stattfinden soll (Bündelung des Radverkehrs). Da auf Fahrradstraßen als Höchstgeschwindigkeit Tempo 30 gilt, lassen sich Fahrradstraßen gut in Tempo 30-Zonen integrieren. Auch verkehrsarme Straßen außerorts (mit einem erhöhten Radverkehrsanteil) sind geeignet, z.B. nur mit landwirtschaftlichem Verkehr oder Anliegerverkehr.

Die Realisierung von Fahrradstraßen ist in der Regel ohne bauliche Maßnahmen/Infrastrukturaufwand und deshalb kostengünstig durchführbar (lediglich Beschilderung mit VZ 244; je nach Situation können ergänzende Baumaßnahmen jedoch sinnvoll sein).

Auf Fahrradstraßen sind RadlfahrerInnen bevorrechtigt, AutofahrerInnen müssen auf den Radverkehr besondere Rücksicht nehmen und ggf. die Geschwindigkeit weiter verringern. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt, auch in Gruppen, z.B. Kinder auf dem Weg zur Schule.

Unberührt bleiben Vorfahrtsregeln und Einbahnstraßenregelungen. Die Fahrradstraße kann jedoch durchgängig vorfahrtsberechtigt ausgeführt werden. Gehwege bleiben dem Fußverkehr vorbehalten. Parkplätze bleiben erhalten.

Fahrradstraßen sind sicher und komfortabel; sie zeigen Radfahrenden, dass sie als Verkehrsteilnehmer anerkannt werden.

Sehr gut geeignet und ohne bauliche Eingriffe umzusetzen ist unseres Erachtens die

  • Goethe-Straße auf ihrer gesamten Länge bis Zur Heupresse geeignet, da

von FahrradfahrerInnen häufig genutzte Route zum S-Bahnhof bzw. zu Mittelschule und Gymnasium, 30er-Zone, überwiegend Anliegerverkehr, ausreichende Länge

Darüber hinaus sehen wir weitere Möglichkeiten, die nach einer erfolgreichen Einführung einer ersten „Pilot-Fahrradstraße“ zu prüfen wären:

  • Schwojerstraße (Fahrradroute nach Gröbenzell)
  • Ludwig-Thoma-Straße – Herzog-Max-Straße – Im Schwaigfeld – Mitterweg (Schulweg)
  • Estinger Straße (Alternativroute zur Fürstenfeldbrucker Straße)
  • Richard-Wagner-Straße – (nach Beseitigung der Engstelle im Zuge der Errichtung des Parkplatzes auf der ehemaligen Bahnmeisterei bis zur Hauptstr. möglich, Route zum Bahnhof)
  • Kemeterstraße (Kindergarten)
  • August-Exter-Straße (Radroute nach Gröbenzell, zum Kleinen See)
  • Reiterstraße (von FreizeitradlerInnen stark frequentiert, Kindergarten)
  • Feldweg zwischen Alt-Esting und Emmering (landwirtschaftliche Fahrzeuge und Anlieger zulässig – in Absprache mit Emmering, überörtliche stark von RadlfaherInnen genutzte Verbindung)
  • 2) Die Stadt Olching beschafft mindestens ein Lastenrad. Am Wochenende wird das Lastenrad an Bürgerinnen und Bürger der Stadt Olching ausgeliehen. Des weiteren wirkt die Stadt darauf hin, dass die Stadtwerke Olching die Anschaffung eines Lastenrads prüfen und ggf. umsetzen.

Begründung:

Das Lastenrad kann insbesondere bei innerörtlichen Transporten den städtischen Fuhrpark bzw. den der Stadtwerke und somit auch den innerörtlichen Verkehr entlasten. Durch den Verleih am Wochenende können Interessierte das Lastenrad testen bzw. bei seltenem Transportbedarf auch ohne Anschaffung eines eigenen Lastenrads aufs Auto verzichten.

Die Anschaffung von Lastenrädern wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Modul 5/Kleinserien-Richtlinie) mit 30% – maximaler Höchstbetrag 2.500,- € pro Lastenrad – gefördert, siehe Anhang. Die Förderung können nicht nur Kommunen und Unternehmen mit kommunaler Beteiligung sondern auch private Unternehmen und freiberuflich Tätige beanspruchen.

Mit freundlichen Grüßen, Ingrid Jaschke            Olching, 02.07.2018

 

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