{"id":146,"date":"2009-01-26T22:37:22","date_gmt":"2009-01-26T21:37:22","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-olching.de\/blog\/?p=146"},"modified":"2009-02-11T21:00:17","modified_gmt":"2009-02-11T20:00:17","slug":"wir-fordern-kein-anbau-der-transgenen-maissorte-mon-810-auf-gut-roggenstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/?p=146","title":{"rendered":"Wir fordern: kein Anbau der transgenen Maissorte MON 810 auf Gut Roggenstein!"},"content":{"rendered":"<p>Wie k\u00fcrzlich bekannt wurde, sollen auch in diesem Jahr auf Fl\u00e4chen des Versuchsgutes Roggenstein (Flurst\u00fcck 740\/5, Unterfeld 1\/2) gentechnisch manipulierte Nutzpflanzen ausgebracht werden. Das Bundessortenamt will auf 2000 Quadratmetern Mais der Sorte MON 810 anbauen um eine Wertpr\u00fcfung zur Bestimmung des landeskulturellen Wertes der Sorte durchzuf\u00fchren. Da Genmais MON 810 bereits eine europ\u00e4ische Zulassung besitzt, mu\u00df der Anbau lediglich gemeldet werden &#8211; ein nationales Genehmigungsverfahren ist nicht erforderlich.<\/p>\n<p>Mais der Sorte MON 810 wurde ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis (weit verbreitetes Bodenbakterium) eingeschleust, was bewirkt, dass die Pflanzen ein Gift (Bt-Toxin) produzieren, das auf Larven von Insekten der Ordnungen der K\u00e4fer, Schmetterlinge und Zweifl\u00fcgler t\u00f6dlich wirkt. Dadurch entsteht eine Resistenz gegen den Sch\u00e4dling Maisz\u00fcnsler. &#8211; V\u00f6llig ungekl\u00e4rt ist, wie stark von dieser Giftwirkung auch andere, keineswegs nur Schadinsekten, betroffen sind und welche Folgen der nicht zu vermeidende Verzehr des Toxins auf die Gesundheit von Mensch und Tier hat.<\/p>\n<p>Desweiteren besteht bei Genmais eine erh\u00f6hte Gefahr der Auskreuzung, da die Maispollen mit dem Wind \u00fcber erhebliche Strecken verfrachtet werden k\u00f6nnen und somit andere Anpflanzungen konventioneller Maissorten kontaminiert werden. Auch die Imkerei wird durch den Anbau von Genmais massiv beeintr\u00e4chtigt: es kann nicht verhindert werden, dass Bienenv\u00f6lker auch transgene Maispollen einsammeln. Honig, der MON 810-Pollen enth\u00e4lt, ist bei uns nicht als Lebensmittel zugelassen; er ist daher nicht verk\u00e4uflich und mu\u00df als Sonderm\u00fcll vernichtet werden. Durch den geplanten Anbau auf Gut Roggenstein k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Zeit der Maisbl\u00fcte im weiteren Umfeld keine Bienen stationiert werden, was sich wiederum negativ auf viele Pflanzen, die auf die Best\u00e4ubung durch Bienen angewiesen sind, negativ auswirkt.<\/p>\n<p>Obwohl das bayerische Landwirtschaftsministerium die Sortenversuche mit transgenem Mais MON 810 eingestellt hat und mehrfach darauf hingewiesen hat, dass diese Sorten nicht gebraucht werden, stellt die TU M\u00fcnchen dem Bundessortenamt\u00a0 ihre Fl\u00e4chen f\u00fcr eine sinnlose Sortenpr\u00fcfung zur Verf\u00fcgung. Wir meinen mit den GR\u00dcNEN im Bayerischen Landtag: die TU M\u00fcnchen soll die \u00dcberlassung der Fl\u00e4chen umgehend widerrufen. Es kann nicht sein, dass die umstrittene Forschung durch die Hintert\u00fcr wieder ins Land gelassen wird.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag:<\/strong><\/p>\n<p>erfreulicherweise wurde der angek\u00fcndigte Pr\u00fcfanbau zur\u00fcckgezogen. Laut TU-Sprecher Ulrich Marsch hat die Uni die Anfrage des Bundessortenamtes abgelehnt, weil es sich nicht um eine wissenschaftliche Aufgabe handelt. Die Universit\u00e4t beh\u00e4lt sich selbstverst\u00e4ndlich die Option offen, k\u00fcnftig selbst eigene Freilandversuche durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>erstellt am 11.02.2009<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00fcrzlich bekannt wurde, sollen auch in diesem Jahr auf Fl\u00e4chen des Versuchsgutes Roggenstein (Flurst\u00fcck 740\/5, Unterfeld 1\/2) gentechnisch manipulierte Nutzpflanzen ausgebracht werden. 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