{"id":4325,"date":"2021-05-11T21:44:58","date_gmt":"2021-05-11T19:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/?p=4325"},"modified":"2021-05-11T21:49:51","modified_gmt":"2021-05-11T19:49:51","slug":"gemeinwohl-oekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/?p=4325","title":{"rendered":"Gemeinwohl-\u00d6konomie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Olchinger GR\u00dcNE diskutierten \u00fcber das ethische Wirtschaftsmodell<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerald Morgner, Referent und Coach f\u00fcr Gemeinwohl-\u00d6konomie erl\u00e4uterte auf Einladung von Ingrid Jaschke, Kreis- und Stadtr\u00e4tin der GR\u00dcNEN, was genau hinter dem Begriff steht und wie die Gemeinwohl-Bilanzierung funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeinwohl-Orientierung ist verfassungsrechtlich verankert: beispielsweise im Grundgesetz Artikel 14 \u201eEigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen\u201c oder in Artikel 151 der Bayerischen Verfassung \u201eDie gesamte wirtschaftliche T\u00e4tigkeit dient dem Gemeinwohl\u201c. Die drohende Klimakatastrophe oder auch die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen arm und reicht machen deutlich, dass unser bisheriges Wirtschaften diesen Erfordernissen nicht entspricht. Der Umbau der Wirtschaft und unserer Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und einem ethischen Wirtschaftssystem ist daher notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeinwohl-\u00d6konomie stellt den Menschen und seine Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens. Das ethische Wirtschaftsmodell ber\u00fccksichtigt und f\u00f6rdert soziale und \u00f6kologische Systeme; Menschenrechte, Solitarit\u00e4t und Gerechtigkeit, \u00f6kologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung sind ausschlaggebende Kriterien ethischen Wirtschaftens. Der monet\u00e4re Gewinn steht nicht an erster Stelle bei der Erfolgsbewertung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zentrale Instrument anhand dessen Unternehmen oder Kommunen feststellen k\u00f6nnen wo sie stehen, ist die Gemeinwohl-Bilanz. Mittels der Matrix, deren differenzierte Fragen in allen Punkten zu beantworten sind, wird aufgezeigt, in welchen Bereichen konkreter Handlungsbedarf besteht. Zahlreiche private, aber auch kommunale Unternehmen haben sich bereits der Gemeinwohl-\u00d6konomie angeschlossen; Landesregierungen wie Baden-W\u00fcrttemberg oder Hessen haben sie in ihr Regierungsprogramm aufgenommen. Kirchansch\u00f6ring im Landkreis Traunstein ist die erste gemeinwohlzertifizierte Gemeinde Deutschlands (2018). Inzwischen zogen die schleswig-holsteinischen Gemeinden Breklum, Bordelum und Klixb\u00fcl sowie die Stadt Steinheim in Nordrhein-Westphalen (2020) nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 2015 hat sich der Wirtschaft- und Sozialausschuss der Europ\u00e4ischen Union mit gro\u00dfer Mehrheit f\u00fcr die Gemeinwohl-\u00d6konomie ausgesprochen. Dieses Wirtschaftsmodell entspreche europ\u00e4ischen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung. Es solle in europ\u00e4ische sowie einzelstaatliche Rechtsrahmen aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Entwurf des GR\u00dcNEN Bundestagswahlprogramms enth\u00e4lt ein Bekenntnis zu dem ethischen Wirtschaftsmodell. Auf kommunaler Ebene k\u00f6nnte beispielsweise die Aufnahme von sozialen und \u00f6kologischen Kriterien in die Ausschreibungen \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge einflie\u00dfen und so Gemeinwohl-orientiertes Wirtschaften gef\u00f6rdert werden. Die Gemeinwohl-Bilanzierung kommunaler Unternehmen w\u00e4re ein weiterer Schritt hin zu enkeltauglichem Wirtschaften. Mit ihrem k\u00fcrzlich eingereichten Antrag, in unserem Landkreis mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb ein Pilotprojekt zur Gemeinwohl-Bilanzierung zu etablieren, hat die GR\u00dcNE Kreistagsfraktion einen Vorsto\u00df in diese Richtung unternommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Olchinger GR\u00dcNE diskutierten \u00fcber das ethische Wirtschaftsmodell das den Menschen und seine Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens stellt und soziale und \u00f6kologische Systeme f\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,17],"tags":[],"class_list":["post-4325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4325"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4325\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4330,"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4325\/revisions\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-olching.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}