Hitzeschutz darf keine Nebensache sein

Hitzeschutz ist längst keine Privatsache mehr, die man mit viel Trinken, Sonnencreme und
Sonnenschirm lösen kann. Dieser zu Ende gehende Sommer zeigt: Wir müssen als Stadt gezielt
handeln. Kommunalpolitik entscheidet ganz konkret darüber, wie lebenswert Olching bei
zunehmender Hitze bleibt.


Kommunaler Hitzeschutz ist keine Luxusaufgabe und schon gar kein „nice-to-have“. Er gehört zu
unserer Verantwortung und Daseinsvorsorge als Stadtrat. Schließlich kümmern wir uns auch um
Straßen, Wasser, Abwasser und Feuerwehr – warum sollte der Schutz der Menschen vor
Sommerhitze weniger wichtig sein?


Es geht nicht darum, jede Hitzeperiode zu dramatisieren oder Bürgerinnen und Bürgern die
Eigenverantwortung abzunehmen. Aber wir müssen bei Kitas und Schulen nicht nur an eine
energiesparende Heizung für den Winter, sondern auch an eine sinnvolle Kühlung für heiße Sommer
denken. Investitionen in Bäume, Grünflächen und eine klimaangepasste Infrastruktur kosten Geld –
aber Untätigkeit wird langfristig weitaus teurer werden.


Kommunaler Hitzeschutz ist damit vor allem eine Frage der Vorsorge. Wer heute plant und handelt,
macht unsere Stadt insgesamt zukunftsfähiger. Unser Antrag für ein Hitzeschutzkonzept für Olching
will das deutlich machen.


Hitzeschutz beginnt nicht erst bei 35 Grad. Er beginnt bei der politischen Entscheidung, unsere Stadt
für eine deutlich erhitzte Zukunft lebenswert zu erhalten.


Marina Freudenstein
Fraktionsvorsitzende der Grünen

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